Industrie 4.0 – der Wandel hin zum Internet der Dinge in der Produktion

Manuel HeuselBlog

Mit der Nutzbarmachung von Dampf- und Wasserkraft veränderten sich die Produktionsbedingungen rasant. Die sogenannte erste industrielle Revolution läutete eine bedeutende Veränderung wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Bedingungen ein. Heute, mehr als 200 Jahre und drei weitere tiefgreifende industrielle Revolutionen später, stehen wir vor einer weiteren technologischen Umbruchphase. Die vierte industrielle Revolution, auch als Industrie 4.0 bezeichnet.

Erhalt von Top-Produktionsstandards im Wirtschaftsstandort Deutschland

Um Produkte in Spitzenqualität herstellen zu können, ist es nötig, eine hohe Variation an Produktionsformen zu erhalten. In dieser Hinsicht ist Deutschland bereits heute gut aufgestellt. Eine Vielzahl deutscher Unternehmen ist Weltmarktführer im jeweiligen Produktionsbereich. Branchen wie der Maschinenbau, der Anlagenbau oder der Automobilbau setzen bereits gegenwärtig internationale Standards. Experten sind sich sicher, dass Deutschland auch im Zeitalter der vierten industriellen Revolution an der Weltmarktspitze agieren wird. Dies wird nicht zuletzt dadurch garantiert, dass hierzulande komplizierte und automatisierte Anlagen am besten beherrscht werden.

Steigerung von Produktionsanforderungen

Sicher ist, dass steigende Anforderungen in der Produktion verbunden mit Absatzschwankungen zukünftig zu erwarten sind. Diese Herausforderung gilt es zu meistern. Immer mehr Produkte müssen nach Kundenauftrag produziert werden und internationale Vernetzung wird zukünftig gefragter denn je sein. Einen weiteren zukunftsweisenden Trend stellt die Individualisierung von Produkten dar. Diese kennzeichnet sich schon heute durch die zunehmende Abkehr von der Fließbandproduktion. In den nächsten Jahren wird hier auch die Mikroproduktion eine führende Rolle spielen. Dieser Prozess wird schließlich zu einer stark erhöhten Produktvielfalt führen. Herkömmliche Produktionsmittel können derartigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Technisierung für eine gewandelte Produktion der Zukunft

Ein Schlagwort bildet hierbei das Internet der Dinge. Damit ist gemeint, dass die Vernetzung, die das Web 2.0 heute ermöglicht, auf die Produktion, wie auch auf das Produkt selbst überführt wird. Ein Kernelement künftiger Maschinen wird daher die Fähigkeit der Vernetzung mit mobilen Endgeräten darstellen. Dadurch wird eine einfachere Bedienbarkeit der Anlagen einhergehen. Auch Getriebemotoren finden Anwendung in der Industrie 4.0. Dafür werden derzeit eigens Fabriken eröffnet, welche für die zukünftigen industriellen Anforderungen gerüstet werden. Industrie 4.0 wird also für eine spürbare Verbesserung der Effizienz von Unternehmen sorgen. Wo heute in einzelnen Sequenzen gedacht wird, werden in naher Zukunft aufeinander bezogene parallele Produktions- und Verwaltungssequenzen alltäglich sein. Damit Deutschland eine Schlüsselposition in diesem Metier einnehmen kann, müssen Cyber-Physische Systeme nach Ansicht von Experten zum Exportschlager der Nation avancieren. Um dies zu garantieren, sollte jede Fabrik mit dieser Technologie ausgestattet werden. Produktionsabläufe erfahren auf diese Weise eine immense Qualitäts- und Quantitätssteigerung. Eines dieser wegweisenden neuen Systeme ist die CPS-Automatiserungstechnik.

Menschliche Arbeit weiterhin gefragt

Die zukünftige Produktion wird sich durch einen hohen Flexibilisierungsgrad auszeichnen. Dieser Umstand garantiert eine neue Form produktiven Arbeitens. Maschinen werden Menschen bedienen. Das bedeutet, dass die Aufgabe von Menschen in der Koordinierung von Produktionsabläufen bestehen wird. Herkömmliche handwerkliche Tätigkeiten können damit zugunsten von Denkarbeit in den Hintergrund treten. Der Mensch bleibt also integraler und unentbehrlicher Faktor in der Produktion.